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Berlin 1933
Sarah Schumann wird im Jahr 1933 in Berlin geboren. Beide Eltern sind Bildhauer, das früh entdeckte künstlerische Talent ihrer Tochter wird seither gefördert. Schon mit 19 Jahren widmet sich Schumann der Malerei und beginnt ihre Erlebnisse als Flüchtlings- und Kriegskind in ihren frühen "Schock-Collagen" zu verarbeiten. Ihre Arbeiten werden 1953 auf ihrer ersten Einzelausstellung in der "Zimmergalerie Franck" in Frankfurt ausgestellt. Von 1960 bis 1963 lebt Sarah Schumann in London. Dort entstehen informelle Bilder, Materialcollagen, Illustrationen (Alice in Wonderland) und erste "Monroe-Darstellungen". In den folgenden Jahren lebt die Künstlerin in Piemont, wo sie sich auf Illustrationen zu Rafael Albertis "Engelgedichten" und buchkünstlerischen Arbeiten für italienische Verlage konzentriert. Schumann kehrt 1968 nach Berlin zurück, tritt in die Frauengruppe "Brot und Rosen" ein und beteiligt sich an der Ausstellung "Künstlerinnen - international – 1877 bis 1977". In dieser Zeit schafft sie ihre ersten großen Frauenbildnisse. Sie reist in den 80er Jahren nach Indien und Afrika sowie in die DDR. Sarah Schumanns Eindrücke lässt sie in ihre großformatigen Landschaften einfließen, die als leere Nicht-Orte für den Menschen unbewohnbar erscheinen. Im Anschluss 1992 besucht die Künstlerin Moskau und widmet sich folgend wieder der Darstellung von Menschen und Tieren, insbesondere Hunden und Bären. Im Jahr 1997 entsteht der Zyklus "Tiere an fremden Orten", auch Gräber und Friedhöfe sind in dieser Schaffensphase ein häufig wiederkehrendes Motiv in ihren Bildern. Seit 1989 gestaltet Schumann zudem Buchumschläge für die Werkausgabe von Virginia Woolf im S. Fischer Verlag. Ab dem Jahr 1994 malt sie bevorzugt Porträts und Madonnenbildnisse, die sie in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen ("Ikone. Porträt. Madonnenbildnisse" im Kloster Mariensee, Neustadt am Rübenberge) präsentiert. Die Künstlerin Sarah Schumann lebt und arbeitet heute in Berlin Charlottenburg.